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Isadis

Alter: Ende 30

Spezies: Mirialanerin

Als machtsensitive Mirialanerin war ihr Weg bereits kurz nach der Geburt vorgezeichnet. Sie würde die Akademien ihrer Heimatwelt besuchen um danach bestens vorbereitet als Padawan in den Orden der Jedi zu gehen. An diesem Regelweg wurde auch festgehalten, als im Laufe der Kindheit klar wurde, dass sie sich doch deutlich von ihren Altersgenossen unterschied. Isadis hat eine nicht unerhebliche Form von Alexithymie, der Unfähigkeit, Gefühle zu verspüren, zu erkennen, mitzuteilen oder zu beschreiben. Es ist nicht so, dass sie gar nichts fühlt. Aber viele Emotionen wie Angst, Ärger, Freude oder Liebe sind ihr ähnlich fremd wie ein Jucken im Lekku der Twilek oder am Sith-Reinblüter-Gesichtstentakel gekitzelt zu werden. Selbst bei anderen heftige Emotionen schaffen es oft nicht, über die Schwelle des für sie Bemerkbaren zu kommen. Die Hindernisse in der sozialen Entwicklung waren enorm und die Rolle als Aussenseiterin unausweichlich.

Dennoch blieb es beim Plan, sie nach Tython zu schicken. Sagte der Kodex der Jedi denn nicht, dass es keine Gefühle gäbe? Isadis war vielleicht die erste seit Generationen, die sich das problemlos vorstellen konnte. Anspruch und Realität klaffen jedoch gerne mal auseinander. Auch unter ihren Mitpadawan kam immer wieder der (berechtigte) Vorwurf auf, sie sei gefühlskalt und verstehe die simpelsten sozialen Zusammenhänge nicht. Auch wenn es viele der typischen Probleme in der Ausbildung zum Jedi bei ihr wirklich nicht gab, so war die fehlende Empathie, die Unfähigkeit zu sozialer Verantwortung und das in Folge fast völlig abwesende Gewissen durchaus ein Problem, für das ihre Meister keine Lösung finden konnten. Wer nicht leidet, der leidet auch nicht mit. Ihre abstrakte und unbarmherzig sachliche Sicht auf Gefühle waren auch für die Moral der Mitschüler unangenehm bis verheerend. Isadis stellte schwierige Fragen in den Raum, auf die ihre Meister oft genug keine gute Antwort wussten. Dass jeder Jedi durch die Ordensstatuten mit dem Gefühl des Verlustes seine Ausbildung beginnt. Dass es wichtiger ist, ob Blut an den Händen des Jedis klebt, als die Frage, wieviel Tod überhaupt passiert. Dass angeblich jeder gerettet werden kann, aber doch die wenigsten Jedi in sich die Neutralität finden, es zu versuchen. Es war nicht gerade einfach, positive Gefühle für "den Eiszapfen" zu hegen. Es wurde nicht besser, als ebendies eine der Prüfungen für ihre Mitschüler wurde.

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Als sie mit ihrem Meister auf Ilum war, um an Machtkristallen zu forschen, brach sie in eine große Geode ein.  Die machtaktiven Kristalle verzerrten ihre Aura derart, dass ihr Meister sie nicht mehr gefunden hat. Isadis fehlte allerdings auch zunächst das Bewusstsein und später der Antrieb, um gefunden zu werden. Der letzte Eindruck, den ihr Meister von ihr spüren konnte, war das sachliche Feststellen eines heranrasenden Bodens. Danach kam Stille.

Mit der durch die Kristalle kanalisierten Macht in der Geode schaffte sie es, ihren Temperaturhaushalt unabhängig von Kleidung und Ernährung konstant aufrecht zu erhalten. Doch immer wenn die Jedi sich für etwas interessieren, finden die Sith das per se spannend. Sie war noch nicht lange in ihrer persönlichen Kristallkugel, als ein aufstrebender Sith sie fand und "rettete". Einen Padawan der Jedi umzudrehen wollte sich dieser nur zu gerne aufs Revers heften und ihr Potential war vielversprechend. Wenn aber die Gefühlskälte bei den Jedi schon ein Problem war, so war sie für die Lehren der Sith ein vermeintlich unüberwindbares Hindernis. Nebenbei war ihre Unfähigkeit zur Angst ein herber Schlag gegen das Ego ihres neuen Meisters, welches sich gerade an dieser Emotion festklammerte. Nach einem Jahr der partiell fruchtlosen Ausbildung verlor er das letzte Bisschen Geduld. Als er ihr die Knochen aus den Händen gerissen hatte und sie ihn immer noch nicht fürchtete, gab er auf und setzte sie wieder auf Ilum aus, um zu sehen, wer zuerst an der Kälte des anderen stirbt. Sie oder der Eisplanet.

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Isadis kehrte zurück in die Geode, die sie schon einmal bezogen hatte. Der einzige Platz in der Galaxis den sie kannte, in dem sie so wie sie ist nicht verkehrt war. Für den nur noch gelegentlich anfallenden Nahrungsbedarf lockte sie die seltene Fauna mit Hilfe der Macht zum Loch in ihrer Kristallhöhle und ließ ihre Beute vor ihren Füßen zu Tode stürzen. Mit ihrer Macht streckte sie sich in die umliegenden Kristalle aus und wurde mit der Zeit zu einem relevanten Teil des Gebirgsabschnitts. Gelegentlich wurde ein Machtanwender auf ihre Jagdmethode aufmerksam und fand die junge Frau in ihrer Kristallhöhle. Manche dieser Treffen liefen unangenehm für den Findenden ab. Die Menge an Höhleneinbrüchen, Lawinen und Steinschlag, derer man sich erwehren kann, ist begrenzt. Und Protein ist Protein, nichts worüber man groß emotional werden müsste. Oder könnte. Einige waren jedoch weise genug, sich nicht gleich aggressiv zu verhalten und profitierten ihrerseits von der fehlenden Aggression Isadis'. Zârtus verbrachte beispielsweise einige Zeit in ihrem Kristallsaal, um an ihrem Wissen über und Verständis der Machtkristalle teilzuhaben. Nach mehreren Jahren der Einsiedelei auf Ilum berührten ihre nach Beute tastenden Sinne einen Geist, der anders war als die bisherigen. S'oth war auf Ilum und die nach ihm tastende Mirialanerin weckte sein Interesse. Isadis spricht nicht viel über diese Begegnung, vor Allem weil ihr die Worte dafür fehlen. Im Endeffekt war es wohl S'oths unglaublich große Fähigkeit zur Akzeptanz, die sie dazu bewegt hat, wieder die Nähe von etwas ohne kristalline Struktur zu suchen. So wurde sie eine aufmerksame Schülerin von S'oth und von ihm sowohl in der Philosophie des Jiaasjen als auch der Technik des Odojinya unterwiesen. Auch wenn sie viele Emotionen nicht wahrnehmen kann, so ist sie doch nicht völlig frei davon. Und da die lauten, üblichen Gefühle nicht zu Wort kommen, ist ihr Blick frei für die leiseren Emotionen.

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Dies, in Kombination mit ihrer Unfähigkeit zur Ungeduld, macht die Odojinya-Adlatin erstaunlich geeignet, um ihrerseits in der mittlerweile gegründeten Akademie zu unterrichten. Die Tsawak sind recht dankbar, eine Midwan zu haben, für die viele problematischen Schüler kein Problem darstellen. Und die noch nicht mal ungehalten wird, wenn ihr immer wieder die schwierigen Fälle zugeschoben werden. Ihre Schüler, die ihr auch heute noch den Spitznamen "Eiszapfen" geben, haben oft zunächst Probleme damit, dass Isadis sie nicht mag. Erst wenn sie erkennen, dass sie auch keinen einzigen Schüler nicht mag, lernen sie manchmal, die Frau zu schätzen. Da sie oft die erste Anlaufstelle für Neuzugänge ist, haben mittlerweile sehr viele Odojinya-Wirker zumindest kurzzeitig bei ihr gelernt. Dass  einige davon sie mittlerweile überholt haben, sei es in der Beherrschung des Odojinya, sei es in der Hierarchie der Akademie, ist ihr wie so vieles - egal.

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Bei dem Emotionsbetonten Tsawak Ilssur und ihr treffen zwei sehr verschiedene Welten aufeinander und sie sind nicht immer einer Meinung. Trotzdem erkennt sie die Kompetenz des Akademieleiters, auch und gerade im emotionalen Bereich, uneingeschränkt an. Isadis Machtnetz folgt oft dem Vorbild von kristallinen Strukturen und ist dann in Polyedern angeordnet. Im Unterricht baut sie meist ein Netz auf, das darauf ausgelegt ist, große Mengen an Macht aufzunehmen und schnell abzuleiten. Es hält einfach die Sach- und Personenschäden in den ersten Unterrichtsstunden in einem vertretbaren Rahmen. Isadis empfindet zu Ilum beinahe so etwas wie Zuneigung. Die ihr angenehme Temperatur liegt deutlich unter dem tatooinschen Mittel, weshalb sie in ihrem direkten Umfeld üblicherweise die Temperatur senkt, indem sie die Wärmeenergie entlang ihres Machnetzes wegleitet. Ihre Art zu denken hat einige Transkriptionsschwierigkeiten ins Basic, was dazu führt, dass sie immer wieder von ihren Schülern aufgefordert wird. ihre Aussagen in "verständlich" zu wiederholen. Sie ist das mittlerweile gewohnt und vertritt die Einstellung, dass ihre Aufgabe eben noch nicht beendet ist, solange sie den Schüler nicht erreicht hat. Neben ihrer Lehrtätigkeit kümmert sich Isadis gemeinsam mit Zârtus um die vielen Kristalle in der Akademie. Wobei außer den beiden wohl nur die mirialanische Geomorphologin das Wachstum dieses Gartens wirklich bemerkt.

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Gerüchte über Isadis:

- Wenn sie könnte, würde sie den Planeten um sich erfrieren lassen. Wenn sie je die Großmeisterschaft erreicht, könnte sie.

- Sie soll ein intimes Erlebnis mit Ilssur mit den Worten "Ich verstehe die Aufregung um das Thema immer noch nicht." quittiert haben, was die Beziehung der beiden nicht gerade erwärmt habe.

- S'oth soll einmal mehrere Tage lang ihr Netz mit Freude geflutet haben, bis sich ihr ein leichtes Lächeln ins Gesicht geschlichen hat. Angeblich folgt sie ihm seither bedingungslos.

- Es soll bei Isadis hin und wieder die Lehrstunde "Ist der Schüler vernünftig genug, aufzustehen und den Raum zu verlassen, bevor er erfriert?" geben.

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